Spursuche - der provozierte Zufall

Spur, Spuren, spüren. Spuren aufspüren, um seine Spur zu finden.
Ähnlich allen Entscheidungen, die sich als Individuum einem im Laufe seines Lebens stellen. Immer wieder seinen Standort bestimmen, die Standortfestigkeit der eigenen Situation überpüfen. Sich in Relation setzen zu den Kräften, die auf einen einwirken, die einem Rückenwind geben, vielleicht aber auch weitere Schritte gefährden und in Frage stellen.
In künstlerischer Hinsicht bedeutet es, Einflüsse zu kanalisieren. Aufzunehmen, wieder abzuweisen. Aus den unterschiedlichsten Einflüssen etwas Eigenes werden zu lassen. Zwischen den unterschiedlichen Spannungspolen seinen eigenen, unverwechselbaren Weg zu finden.
Dieser Prozess läuft unentwegt. Die Arbeiten, die dabei entstehen, sind nicht mehr als Momentaufnahmen, die den augenblicklichen Stand des Prozesses visualisieren und “begreifbar” werden lassen.
Nicht nur das einzelne Werk ist ein Prozess, in dem man über Idee und Studien Dinge tut und korrigiert, bis man die eigene Spur in seinem Werk wiederfindet. Der gesamte Prozess ist wie ein Spiel mit den verschiedenen Substanzen, die einem zu Verfügung steht. Man provoziert einen Zufall, und aus dem Ergebnis sucht man sich die Teilchen, die einem als Mittel für die eigene Arbeit geieignet erscheinen.
Eins dieser Instrumente soll dieser Blogg darstellen, in dem wir Creativen aus den unterschiedlichsten Richtungen die Möglichkeit geben wollen, parallel ihre Spur zu suchen, zu entwickeln. Ob und inwieweit es zu gegenseitigen Beeinflussungen kommt ? Alles kann, nichts muß.
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