Mona Schwenker : Wege - Spuren - Wege
Der Weg auf dem Weg ohne sich selbst zu verlieren
Es war einmal…. ein Weg. Er war gebettet in Erfahrungen und Erlebnissen seiner Vorfahren.
Der Weg befand sich also in „Sicherheit“ und „Geborgenheit“.
Der Weg wurde mit der Zeit größer und entdeckte durch aufmerksames zuhören und hinsehen, gleichzeitig vollkommen unbefangen und leicht, andere Wege.
Der Weg wurde neugierig und begab sich nun auch auf die ihm noch unbekannten Wege. Was sollte ihm schon passieren? Er war jung, frei, Gedankenlos und ohne Furcht und marschierte los.
Prompt fand er einen Weg, der ihm gefiel. Er war neu, unbekannt, sah toll aus fühlte sich gut an. Der Weg lies sich also vollkommen darauf ein. Denn der Weg vertraute sich und gab immer alles. Alle seine Gedanken, alle seine Gefühle. Der Weg fühlte sich ganz wunderbar auf dem neuen Weg.
Nach einer Weile fühlt sich der Weg nicht mehr ganz wohl. Der so wunderbare Weg verlor an Intensität, der Weg musste erkennen, dass die Wünsche und Vorstellungen hier nicht erfüllt wurden. Dem Weg wurde klar, dass er eine Entscheidung treffen musste. Er konnte den Weg mit goldener Karte zwar weiter gehen, aber ohne den Halt, ohne dass die emotionalen Vorstellungen erfüllt werden konnten.
Also fasste der Weg allen Mut und verlies diesen Weg.Danach überlegte er lange, ob es gut war den Weg seiner Vorfahren verlassen zu haben. Doch! Es war gut, egal was geschah, denn so begab sich der Weg ja auf seinen eigenen Weg.
Der Weg lebte also eine zeitlange eine Mischung aus seinen eigenen, neuen Wegen und deren seiner Vorfahren.
Eines Tages entschied sch der Weg allwiedermal einen ganz neuen, einen ganz eigenen Weg einzuschlagen.
Aber was war das? Autsch – dass tat weh! Furchtbar weh!
Durch diesen Schmerz erkannte der Weg aber, dass das nun eine ganz besondere Entscheidung verlangte. Er sammelte all seine Kräfte und begab sich, wenn auch etwas zögerlich auf den neuen Weg. Er wusste aber auch, dass er jetzt all seinen Mut, all seine Energie einsetzen musste.
Zwischendurch ruhte der Weg sich immer wieder aus und dachte in Ruhe nach.Es galt Fragen zu beantworte, die nur er sich selbst beantworten konnte.Wo genau soll der Weg hinführen? Wen konnte er unterwegs fragen?Wem zuhören? Wen beobachten? Konnte er sich auf sich selbst verlassen?Jemandem, oder nur sich selbst vertrauen? Immer mehr wurde dem Weg klar, es ist mein Weg.
Niemand ist ihn jemals zuvor genau so gegangen wie er selbst.
Niemand mit der gleichen Sprache, den gleichen Gedanken, den gleichen Gefühlen, der gleichen Trauer, dem gleichen Glück.
Dem Weg wurde klar, das jeder Weg, schien er zunächst auch noch so holprig, genau der richtige war.
Denn der Weg hatte sich zu entscheiden. Er konnte ja oder nein sagen. Das machte ihn frei und einzigartig. Gleichzeitig trug er damit auch die Verantwortung. Er konnte überall zusehen, hinhören, aber entscheiden musste er selber. Er nahm sich so wie er war, mit allen Facetten, Stärken und Schwächen.
Er spielte keine Rolle auf den anderen Wegen. Denn was er erlebt hat, hat ihn geprägt, ihm seine Ansicht gegeben. Er fühlte sich wohl.
Manchmal entdeckte er aber bei seinen Beobachtung wieder Neues.
Sollte er seinen Weg wieder neu überdenken? Manchmal verunsichert, manchmal überrascht… Er dachte nach und ihm wurde klar, dass er ja unterwegs ist. Also mussten auch die Veränderungen mit aufgenommen werden. Der Grund im Weg wusste allerdings, dass er sich auf sich verlassen konnte und sich treu bleiben musste.
Andere Wege verabschiedeten sich nun von ihm. Manchmal fühlte er sich nun einsam. Aber in dieser Einsamkeit entdeckte er immer mehr sich selbst. Er lernte sich selbst treu zu sein.
Die anderen Wege erwarteten Anpassung. Aber der Weg weigerte sich und nahm den Kampf auf. Er glaubte an seine Einmaligkeit und ging weiter, so wie er es für richtig hielt. Er nahm die Herausforderung an.
Der Weg hat sich entscheiden.
Er soll ihn mit all den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, mit all dem was er in sich trägt an Erfahrungen, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Ideen, ganz weiter bringen.
Er weiß mittlerweile, dass ihm auf dem Weg immer wieder neue Wege begegnen werden. Einige werden ihn verunsichern wollen, einige werden staunen, wieder andere neidisch sein, aber auch hilfsbereite werden zu finden sein. Er kann jetzt, das er frei ist, frei wählen.
Denn nun tut er es mit seinem Gespür, seinem eigenen Empfinden von „Weg“.
Er vertraut sich.
Er hat sich gegen den Null-Lilien Weg entschieden.
Er kommt durch seine Wahl, seine freie Entscheidung sehr gut mit den neuen Wegen die ihm begegnen zurecht. Er ist aufmerksam und gleichzeitig voller Gefühl und genießt die Tal- Wege ebenso wie die Höhen-Wege, von denen aus er einen wunderschönen Ausblick hat und unendlich genießen kann.
Die Tal-Wege nutzt er als Ruhewege, Zeit zum neu orientieren, zum neu koordinieren seines Navigationssystems.
Vertrauen und unerschütterliche Liebe zur Berufung und dem Weg – allzeit und derzeit, die kostbarste Währung, denn der Weg ist lebendig, voller Authentizität und wählt Wege, die ihm offen stehen. Wege, auf denen er nunmehr nur noch andere Wege trifft, die ebenso denken, handeln, fühlen wie er.
Denn Entscheidungen wurden an WegGabelungen getroffen, die getroffen werden mussten. Ohne Entscheidungen keine klaren Wege.
Es ist einfach zauberhaft, was dem Weg auf dem Weg alles begegnet…und so genießt der Weg den Weg immer mehr….immer weiter….immer höher…immer
gelassener…immer kraftvoller…in sich…bei sich…
Und all dass, weil er sich vertraut hat, Entscheidungen getroffen hat und Prioritäten gesetzt hat
Und so werden die Wege den Weg, wenn auch über Umwege, genau dahin führen, wo er hin möchte………
Bitte warten ...
Hi Mona,
na, das klingt ja fast schon beängstigend entschlossen.
Aber gut so. Das freut mich. Anders geht es auch nicht.
Michael Strogies - 10. März 2009 um 12:24 Uhr
Hallo Mona,
mir fällt zum Thema Weg der Satz von Steiner in den Sinn.
Der Weg und das Ziel ist die Freiheit.
Von Herzen
anthro
anthro - 3. April 2009 um 09:36 Uhr