Die Wahrheit liegt dazwischen

Bei einem Telefonat mit Michael Weber heute hatten wir uns kurz über eine Serie unterhalten, wo es um eine weiterführende Abstraktion eines Aktes ging, bis hin zu dem einfachen Grundrythmus, auf eine einfache Linie reduziert. Dies entspricht seiner Suche, nach der einen und wahren Linie.
Ich habe meine Arbeit hier ganz anders gesehen, weil die dargestellten Zeichnungen für mich nur verschiedene Ebenen sind, die ich dann zu einer letzten Arbeit zusammenfüge. Die für mich Mittel zum Zweck, aber noch keinen eigen Wert dargestellt hatten. Seine Idee fand ich jedoch sehr reizvoll, und beschloss daher, das nocheinmal umzusetzen.
Als ich dann in meinen Archiv nach dem Material suchte (die Zeichnung war von vorigem Jahr), wurde mir klar, daß durch die Arbeit mit digitalen Medien sich eine Zeichnung selbst dann noch im kreativen Prozess befindet, wenn sie iegentlich klassisch gesehen längst abgeschlossen war. Nicht nur, daß man über die Arbeit mit digitalen Medien in der Regel mehrere unterschiedliche Versionen des gleichen Motivs zu Verfügung hatte, unter denen man sich letztlich für das eine, beste entscheidet, nein, selbst dieses eine ist auch dann noch nicht “fertig”, wenn es schon im Archiv schlummert oder schon beim Sammler an der Wand hängt.
Das veranlasste mich spontan zu einer Montage von Zeichnungen, die ich bereits im November 2005 erstellt hatte. Hier zu der höheren Auflösung
Michael Strogies
Bitte warten ...
Das Ganze lehnt ein wenig an diese Arbeit an: http://www.spursuche.de/?p=32
Michael Strogies - 22. März 2009 um 13:45 Uhr