Mona Schwenker : ich selbst, auf der Spur

wenn jedem Menschen klar würde, wie einzigartig er tatsächlich ist, weil den Weg den er vor sich hat nie jemand so gegangen ist wie er selbst, unauswechselbar.

Niemand mit den gleichen Fingerabdrücken, mit der gleichen Stimme wäre ein großes Stück mehr erreicht.

 

Denn niemand denkt genau gleich über die Liebe, das Sterben, das Glück, die Trauer…

Niemand hat die gleiche Geschichte.

Niemand ist genau so wie jeder einzelne von uns!

 

Ebenso einmalig ist auch der Wille des Einzelnen.

Man mag etwas und sagt „JA“, man mag etwas nicht und sagt „Nein“

Das macht frei, weil der Mensch frei ist, der sich nicht von anderen Leben lässt.

Der Wille macht jemanden Reich. Er ist der Schlüssel zum Leben. Mit ihm schließt du auf, was auf dich wartet.

Du nimmst dein Leben in die Hand und trägst die Verantwortung

 

 

 

Manchmal meint man sich zu kennen , Haltungen und Träume. Man kann sich Rat holen,aber entscheiden jeder selbst.

Wenn man sich nun selber annimmt, ist man der, der man ist. Denn erst  dann fängt er  an, zu werden, was er sein möchte.

Man sollte auch seine Schwächen verstehen. Denn dann kann man mit ihnen „arbeiten“ und sie in Stärken verwandeln und diese dann Insoweit einsetzen, als das man zerbrechlich bleibt, aber niemanden unnötig abschreckt.

Da wo man ist, wird man als ICH gebraucht

 

 

Nur wenn man IST , leistet man  einen wichtigen Beitrag.

 

Wenn man Rollen spielt und tut was alle tun oder was verlangt wird, dann fehlt niemand, wenn man weg ist, weil jemand anderes die „Rolle“  übernimmt.

Aber jeder Einzelne ist mehr als eine Rolle.

 

Was man erlebt hat, hat jedem seine unauswechselbare Sicht der Dinge gegeben. Die Entscheidungen die man getroffen hat, haben Türen geöffnet, andere Verschlossen.

 

Man kann sich nicht nur an  der Person festhalten, die man ist, weil man unterwegs ist , gehört auch Veränder-

rung dazu. Auch sie ist einmalig.

 

Manche wenden sich ab von einem ab, weil man sich  nicht nach dem “man sollte” und “jeder tut das” bewegt.

Man ist sich selbst  treu und verliert dadurch die, die einen  nur solange annahmen, wie man  ihnen angenehm und passend war.

Sie wollten nicht die Herausforderung der inneren Stärke,  nicht die Verunsicherung, die mit Offenheit und Direktheit kam. Sie wollen jemanden profillos,grau und berechenbar.

Sie wollen Ruhe über alles und darum müssen sie die anderen  links liegen lassen, um sich selbst in ihre Dumpfheit zu retten.

Einmalig zu sein bringt auch Einsamkeit mit sich.

Manchmal spürt man ,  dass niemand wirklich  versteht.

Man sinkt auf den Grund in sich selbst, wie der Kiesel im kalten Bach.

Das ist der Preis.

Doch im Einsamsein wird man reicher.

In den Stunden allein entdeckt man, wer man ist.

In den Schmerzen wird man  fester.

Das ist der Kampf.

Oder soll man  so tun, als wär man der der Freund aller,

und dabei die Freundschaft mit sich selbst selbst verlieren?

 

Unsere  Energie wartet darauf, vor unsere  Träume gespannt zu werden.

Wir setzen uns ein für das, was wir glauben.

 

Man will, dass wir uns  einordnen, uns  anpassen und mit der Masse sprechen: “Ich bin einer von euch und habe keine eigene Identität.”

Wir  weigern uns, und der Druck wächst weiter.

Der Preis steigt.

Man  soll eine Nummer sein, eine Verfügbare Statistik.

Hält man durch ?

Glaubt man an seine  Einmaligkeit und geht dem nach,

was man in sich  als richtig empfindet?

Hat man  die Energie, sich zu behaupten, ohne dabei andere selbst zu erdrücken?

 

 

 

Es gibt Tage an denen man Angst vor sich selbst hat, vor seinen übermächtigen Gefühlen, seinen seltsamen Gedanken, Angst vor der Zukunft und der Macht der Vergangenheit.

Dann wird man unsicher und weißt nicht recht, was man tun sollst.

Dann leidet man unter der Entschiedenheit anderer und will sich zurücknehmen.

 

Auch Schmerzen und Ängste sind ganz eigene.

Niemand erlebt sie so wie man selbst.

Doch durch sie wird jeder verstehen, warum andere so leiden. In den eigenen  Schmerzen und Ängsten sind Möglichkeiten und Angebote die Tiefe des Lebens zu begreifen.

Man lebt nicht allein. Sprachlos leiden viele um uns und wünschen sich sehnlichst die Stimme eines Menschen, der Sich selbst entdeckt hat und etwas versteht zwischen den Zusammenhängen

zwischen Leiden und Wachsen.

Wenn man nun also in seine Schmerzen und Ängste geht ist man ihnen ein Stück näher.

 

Wenn man  bei sich ist und sich wohl fühlt,

verträgt man  die Eigenart anderer, ihre so ganz eigene Sicht der Dinge.

Dann hält man die Herausforderung aus.

 

so wünsch  ich mir, das JEDER bei sich bleibt, bei seiner Schönheit und Herbheit, bei seiner Freiheit und seinen Grenzen.

 

Denn jeder wird so gebraucht, wie er ist.

 

 

 

 

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