Die Spursuche besetzt die Kunstgruppe “Straight Art” bei XING

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Michael Strogies hat in den Mittagsstunden des 21.April 2009 im Handstreich die führungslose Xing Gruppe “Straight Art” besetzt.Die Spursucher Cornelius und Michele unterstützten sein Vorhaben unmittelbar.Noch ist die Situation undurchsichtig,aber Personen sind anscheinen nicht zu Schaden gekommen.Die Besetzer scheinen auf keine nennenswerten Widerstände gestossen zu sein.Weitere Informationen stehen derzeit nicht zur Verfügung.

17 Antworten zu “Die Spursuche besetzt die Kunstgruppe “Straight Art” bei XING”

  1. BEI DIESER AKTION HANDELT ES SICH NICHT NUR UM EINE DER ÜBLICHEN BESETZUNG HERRENLOSER DISKUSSIONSGRUPPEN, WIE WIR SIE ALLE NASEN LANG ERLEBEN.

    SONDERN VIELMEHR UM EINE BEISPIELLOSE KUNSTAKTION.

    WIR WOLLEN DAMIT UNTER BEWEIS STELLEN, DAS EIN INHALTSLOSES DISKUSSIONSFORUM ALS KOMMUNIKATIONSMITTEL VÖLLIG AUSREICHT.

    NOCH NIE IST SO KLAR UND DERMASSEN RADIKAL EINER BREITEN ÖFFENTLICHKEIT (30.000 BENUTZER WAREN ZUM ZEITPUNKT DER ÜBERNAHME ANWESEND) VORGEFÜHRT WORDEN:

    DAS FEHLEN VON KUNST ERSETZT DIESE !!! DAS AUSBLEIBEN VON KUNST HINTERLÄSST EINE LÜCKE, DIE DIESE VOLLENDS ERSETZT !!!

    ANONYMUS - 21. April 2009 um 15:38 Uhr

  2. Normalerweise würden wir solche Bekennerschreiben sofort löschen.
    Durch Intervention der ermittelnden Behörden sind wir leider gezwungen, den Text hier stehen zu lassen, damit er als Beweisstück gesichert werden kann.

    Alle User werden gebeten, den Tatort hier bis auf weiteres nicht zu betreten.

    Bitte weicht auf andere Threads dieses Blogs aus, bis der Vorgang abgeschlossen ist.

    Ich danke für euer Verständnis.

    der Administrator

    admin - 21. April 2009 um 16:00 Uhr

  3. Dann ist das fast soetwas wie eine Hausbesetzung im Sinne der Kunst??? Gefällt mir.
    Viele Grüße :-)
    Die Sturmfee

    Sturmfee - 21. April 2009 um 17:28 Uhr

  4. Bleibt die Frage, was macht Ihr mit der Xing-Gruppe? Nun sind Aktionen gefordert, sonst ereilt Euch das gleiche Schicksal und Ihr werdet aus dem Xing-Kunstreich wieder vertrieben.

    Interessant wäre es, auch Gruppen zu besetzen, die sich primär mit ganz anderen Themen beschäftigen und dann dort die Gruppenmitglieder mit Kunst konfrontieren.

    Also der Schritt von der Hausbesetzung zur küsntlerischen Intervention…

    Christian Henner-Fehr - 21. April 2009 um 20:22 Uhr

  5. Xing-Gruppen im Handstreich besetzen und hier die Kommentare moderieren… das ist dann eher keine Revolution :-)

    Christian Henner-Fehr - 21. April 2009 um 20:24 Uhr

  6. Hallo Christian

    “Also der Schritt von der Hausbesetzung zur küsntlerischen Intervention…”

    Genauso sehen wir die Aktion auch. Denn tatsächlich wird mit einer solchen Aktion das Fehlen von Information in einem Informationsmedium bewußt gemacht.

    Das Medium ist die Botschaft … ist es nicht oftmals das, was social Networks ausmacht? Nicht die Information ist das Wesentliche, sondern die Möglichkeit, Informationen auszutauschen. Die selbst dann gesucht wird, wenn es nichts auszutauschen gibt.

    Michael Strogies - 21. April 2009 um 21:18 Uhr

  7. Xing-Gruppen im Handstreich besetzen und hier die Kommentare moderieren… das ist dann eher keine Revolution

    Dat is ja auch mann nur eher sonn Refollutiönchen,mein lieba Christian - abba!Ett issen Anfank!!!

    michele - 22. April 2009 um 08:13 Uhr

  8. Oder um es mit Leonhard Cohen zu sagen: “First wie take straight Art, and then we take Berlin” :-)))

    Michael Strogies - 22. April 2009 um 09:21 Uhr

  9. “Bleibt die Frage, was macht Ihr mit der Xing-Gruppe? Nun sind Aktionen gefordert, sonst ereilt Euch das gleiche Schicksal und Ihr werdet aus dem Xing-Kunstreich wieder vertrieben.”

    Hallo Christian,

    dieser von Dir absolut berschtigte Einwurf hat mich heute Nacht nicht schlafen lassen.

    Deswegen haben wir uns zu folgendem Schritt entschlossen:

    https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=20523947;articleid=20553081#20553081

    Michael Strogies - 22. April 2009 um 11:21 Uhr

  10. Michael, auf das Medium kommt es überhaupt nicht an, ganz im Gegenteil. Der Wandel von einer 2D-Kommunikationslandschaft zu einem 3D-Kommunikationsraum stellt das Medium völlig in den Hintergrund. Ich kann mich mittlerweile mit Dir auf Facebook unterhalten, ohne mich dort aufhalten zu müssen.

    Interessant sind die Netzwerke, wie Du schreibst, wegen ihres Potenzials. Das ist ja auch der Grund, warum wir uns an Netzwerken beteiligen. Sie stellen eine Option der (Beziehungs)-Option dar und erlauben es uns, innerhalb kürzester Zeit große Menschenmengen zu aktivieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

    Aber dieses Ziel ist wichtig, sonst zerfällt das Netzwerk schnell in lauter Individuen und dann ist die Revolution schon wieder vorbei, ehe sie so richtig begonnen hat.

    Wie Dein Schritt aussieht, kann ich jetzt noch nicht sagen, denn auch bei Xing steht man erst einmal vor verschlossenen Toren und muss sich anmelden, bevor man Zeuge einer Revolution wird. :-)

    Christian Henner-Fehr - 22. April 2009 um 13:10 Uhr

  11. Hallo Christian,

    Sinn solcher, spontanen, Aktionen ist für uns ersteinmal selber neue Erkenntnisse zu produzieren, oder besser zu provozieren. Nichts anderes ist ja ersteinmal die ureigenste Aufgabe von Kunst. Und hier ist sie auch in der Lage, Menschen miteinander zu verbinden, insbesondere dann, wenn sie wie im Internet direkt miteinander kommunizieren können.

    Was mir z.B. bei unseren kleinen Aktion bewußt geworden ist, daß mir noch keinerlei Aktionskunst im Internet bekannt ist. Wir nutzen als Künstler das Netz, um unsere Arbeiten zu kommunizieren. Aber noch nicht, um direkt im Netz als öffenltichen Raum Kunst zu betreiben.

    Im XING habe ich einfach den Thread, in dem wir diskutiert haben, zum Kunstobjekt erklärt. Ähnlich wie im White Cube, in dem pötzlich die Badewanne keine Badewanne mehr ist, bekommt hier einfach ein Thread eine völlig andere Bedeutung.

    Ich finde das spannend, vor allem, wie die Moderatoren reagieren, wenn sie demnächst mal wieder da sind.

    Michael Strogies - 22. April 2009 um 14:42 Uhr

  12. Wie aktuell zu sehen bzw.zu lesen ist reagiert die Moderation ,respektive der Moderator Georg,hektisch,überzogen und humorfrei.Die Chance wird genutzt halbwegs begründet aus einem Projekt auszusteigen ,aus dem man sich schon längst verabschiedet hatte,ohne straight genug zu sein dies zuzugeben.Die Kunst wird zurückgeführt auf ihren heiligen Ernst - an dem sie schon seit langem zu ersticken droht.

    michele - 22. April 2009 um 16:34 Uhr

  13. Bei allem Spaß hat mich die Aktion in vielen Punkten nachdenklich gemacht. Ersteinmal die oben beschriebenen Punkte, die mich auf viele neue Ideen gebracht hat. Und eben die Humorlosigkeit, mit denen viel “Künstler” mit dem Thema umgehen.
    Das bestärkt mich eben darin, daß die Kunst nicht zu unrecht da angekommen ist, wo sie heute ist.

    Michael Strogies - 22. April 2009 um 18:14 Uhr

  14. Stimmt, Michael, da hast Du Recht. Die Humorlosigkeit finde ich auch auffällig, ist es doch viel leichter, z.B. Kritik mit einem Lachen anzunehmen bzw. auszuteilen.

    Eure Xing-Aktion ist schon gut, zeigt sie doch, dass sich Leute ganz schnell auf Regeln zurückziehen, wenn sie sich bedroht fühlen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Tja…

    Christian Henner-Fehr - 23. April 2009 um 20:44 Uhr

  15. *lacht* ich wußte gar nicht, daß wir so bedrohlich waren :-))))
    Oder lag das AN DEN VERSALIEN :-))))

    Michael Strogies - 23. April 2009 um 21:30 Uhr

  16. Danke Christian,das tut gut;).
    Aber ich muss schon sagen,dass ich auch eine Menge positiver Reaktionen erhalten habe.Offenbar ist der Humor von den Gralswächtern nicht gänzlich unter Kontrolle zu halten.Ja,wie schnell doch aus Spass Ernst werden kann?!
    Ich finde es allerdings bezeichnend ,das die Moralapostel wieder im Nichts verschwunden sind und das Leben in “Straight Art”,nach unserem Rückzug,wieder erstorben ist.
    …die glauben doch wohl nicht,dass ich mir das auf Dauer mitansehe ohne……………..;)

    michele - 24. April 2009 um 07:37 Uhr

  17. So, man hat das Ganze zum Abschluß gebracht.

    Leider war man wohl nicht in der Lage, die Anspielungen unsererseits zu erkennen respektive zu verstehen.

    Auf der anderen Seite leben solche Aktionen natürlich nur vom Unverständis der anderen, und der Reibung, die dadurch entsteht. weil nur die führt zu Erkenntnissen und einer Erweiterung des eigenen Blickfeldes.

    Oder eben auch nicht, wie bei einigen Gralshütern des Threads.

    Auf jeden Fall vielen Dank an die Beteiligten.

    Und ich hoffe, das alle Verletzten wieder genesen sind :-)))

    To be continued ;-)

    Michael Strogies - 11. Mai 2009 um 16:19 Uhr

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