Kontrollfreiheit
Ein neues Bild. Bewusst nur für mich, sozusagen als Handlungsaufforderung. Es soll mich täglich begleiten.
Der Text lautet:
Den Blick auf das Geschehen, immer bereit zum gesteuerten Sturz, frei die Bahn ziehend. Erhaben und entrückt, doch immer in Verbindung zur Realität. — Kontrollfreiheit
Wie in letzter Zeit fast immer entstand auch hier vorher eine Skizze, die unter Kontrollfreiheit zu sehen ist. Die Skizze ist DIN A4 groß, das Bild in Acryl auf Leinwand misst 70 x 100 cm.
Cornelius

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Ich transportiere den Kommentar von der “Geburtstagsspur” nach hierhin - wo er ja eigentlich auch hingehört;)!
Kontrollfreiheit klingt gut.Aber klingt es auch realistisch?
Ich befürchte die Freiheit der Kunst ,ist die Freiheit des Narren,den keiner mehr ernst nimmt.
Selbst der Künstler nimmt sich ja nicht mehr ernst.
Wir alle scheinen nur einem,wie auch immer definierten, Erfolg nachzujagen .Der Adler späht nach dem nächsten Fressen,schlägt seinen Anteil,die Herde blökt und zieht weiter.
An welchen Kunstbeitrag erinnert sich die Öffentlichkeit,nicht das Inzestsystem Kunst(-markt),in der Bundesrepublik heute noch,an welche Skandale,welche Aufreger?
Ich wette,da ist nichts aus neuerer Zeit.
Vielleicht erinnert der ein oder andere noch die Auseinandersetzungen um das Holocaustdenkmal,vielleicht hält auch irgendwer die Reichtagsverpackung für ein Spektakel - aber sonst.
Die letzten spektakulären Kunstaktionen sind Lichtjahre her.
Da stehen die Aktionen von Joseph Beuys als Fels in der Brandung , in einem Meer von Desinteresse.Und selbst die Aktionen eines H.A.Schult (nun wirklich nicht mein Favorit;)nötigen ,im Rückblick,Respekt ab.
Was machen wir heute?
Wir zeigen schöne Bilder,die keinen aufregen,aber auch keinen zum nachdenken anregen und bewegen tun wir in dieser Gesellschaft schon gleich garnix!
MICHELE
michele - 20. Mai 2009 um 13:37 Uhr
Ciao Michele,
vielleicht kreisen die Greifvögel in der Gesellschaft heute nur deshalb mehr, als das sie niederstoßen um fette Beute zu machen, da die adäquaten Beutestücke unter Verschluss sind. So muss man sich mit KLeintieren begnügen statt Lämmer zu fangen. Manch einer begnügt sich vielleicht auch einfach mit Mücken. Die Lämmer werden maschinell und massenweise in den Schlachthöfen genannt Medien getötet.
Kunst ist aber auch Nährstoff für Geist und Seele und so müssen wir weiter Tun um nicht Hungersnöte auszulösen.
LG
Cornelius
( seine Kreise ziehend und beobachtend)
Cornelius - 20. Mai 2009 um 14:20 Uhr
Noch eine Anmerkung:
Kontrollfreiheit = von aussen kontrollierte Bewegung in eingebildeter Freiheit.
oder
Kontrollfreiheit = aus freier Bewegung und Tun motiviertes Kontollieren und Beobachten.
Was meint Ihr?
Cornelius - 20. Mai 2009 um 14:23 Uhr
Wichtig zum Überleben des Adlers ist eben auch sein bekanntes “Adlerauge”. Im Gleiten läßt sich aus der Höhe alles wunderbar verfolgen. Wenn die Beute sich neue Strategien ausgedacht hat, läßt die sich von oben am besten nachvollziehen. Bis der Punkt kommt, an der man die Strategie verstanden hat, und weiß, wo man angreifen muß. Dann gilt es nur noch zuzuschlagen
Michael Strogies - 20. Mai 2009 um 15:23 Uhr
In der Psychotherapie begegnet uns ja gerne mal die Frage:”Freiheit?Was meinen sie?Freiheit von…oder Freiheit zu….?”
Wie steht es damit in der Kunst?Wie steht es um den Künstler/die Künstlerin?Sind wir frei von Kontrolle oder haben wir die Freiheit uns zu kontrollieren.
Um beim Beispiel des Adlers zu bleiben.
So mancher Kollege kontrolliert seine Arbeit in einem Masse - das er gleich am Boden bleibt.Da treibt sich dann auch das Kunstestablishment rum, das noch nie fliegen gelernt hat,aber Meister im Abstürzen ist.
Was tun?
Ach,nehmen wir uns doch die Freiheit.
Gestatten wir uns die Frechheit.
Heben wir ab und fressen süsse kleine Lämmchen!
(Gibt es Vegetarier unter den Adlern?Wenn nicht,muss ich wohl einen ganz neuen Trend setzen;)
MICHELE
michele - 20. Mai 2009 um 17:19 Uhr
Noch`n Zitat :
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried
michele - 21. Mai 2009 um 09:28 Uhr
Kontrollfreiheit klingt für mich paradox, entweder ich habe oder bin unter Kontrolle oder Freiheit. Für mich ist das nicht in Einklang zu bringen und dröhnt mir im Ohr.
Aber das Bild, ja das Bild liebe ich. Ich habe es sofort in mein Herz geschlossen, es zeigt mir die Freiheit die ich meine und ich sehne mich zurück aufs Schiff wo ich viele tolle Wochen verlebt habe immer in Begleitumng von Möwen, Seeadlern u.ä., aber das war wohl in meinem ersten Leben
Ulrike
UlrikeSSK - 25. Mai 2009 um 12:56 Uhr
…….. und wann treffen wir uns um etwas zu verändern???
Wie lange wollen alle in der Ecke hocken und zusehen das nichts passiert. Wenn keiner etwas macht wie soll da etwas passieren. ……. und das passieren geht leider nicht alleine, bewegen auch nicht, jedenfalls nicht wirklich………….nur im Kollektiv, früher so wie heute.
Passende Grüße
Ulrike
UlrikeSSK - 25. Mai 2009 um 13:37 Uhr
Das sehe ich ganz genau so!
Da kann ich nix hinzufügen:)!
michele - 25. Mai 2009 um 15:57 Uhr
ich nehme mir die freiheit und fliege- ich versuche es wenigstens!
hier einer meiner letzten flugversuche:
http://www.art.karin-rindler.de/neu/flugversuch-Dateien/image001.jpg
lacht mich nicht aus, ich habe es wirklich versucht.
und wenn ich auf cornelius kühnen adler treffe, tanze ich mit ihm einen luftwalzer!
Karin - 4. Juni 2009 um 15:55 Uhr
Hallo Karin,
sorry, daß ich jetzt erst schreibe, war aber die letzten Tage sehr viel unterwegs.
Das Bild gefällt mir sehr gut. Eigentlich viel zu schade, um es an anderer Stelle nicht besser zu würdigen. Was meinst Du?
admin - 7. Juni 2009 um 11:24 Uhr
Hallo Karin,
das ist aber eine nette Einladung zum Tanz, auf welcher Ausstellung wollen wir denn den Luftwalzer probieren?
LG
Cornelius - 8. Juni 2009 um 14:04 Uhr
hallo cornelius, ich denke, wir treffen uns hoch in den lüften irgendwo irgendwann?
spaß beiseite, darüber könnte man tatsächlich mal reden, aber bei mir sieht es so aus, dass ich bis frühjahr/sommer 2010 absolut nichts mehr planen kann (und will).
euer berlin-event, bei dem du ja mit michael anwesend bist (oder nicht?) fällt zu knapp mit meiner abreise nach österreich zusammen, da bleibt wahrscheinlich keine zeit, dass man sich mal zusammensetzen könnte …
Karin - 8. Juni 2009 um 19:21 Uhr