Ulrike Schaller-Scholz-Koenen

Blick ins Innere
Menschengesichter ziehen mich magisch an.
In ihnen ist vieles,
fast alles zu erkennen,
auch wenn nichts gesagt wird.
Mir kommen viele Menschen
zur Zeit mehr tot als lebend vor
grau
trist
einsam.
Sie hasten
von einem Ort zum anderen,
sehen nichts am Wegesrand.
Die Zeit im Nacken
nimmt sich keiner Zeit zur Entspannung,
zur Ruhe zu kommen,
in sich hinein zu gucken was wirklich ist,
was wichtig ist.
Manche blühen auf,
wollen Veränderung,
schaffen es nicht,
schaffen es nicht allein.
Schließen die Augen,
wenden sich ab.
Blick ins Innere ist eines von 13 Bildern,
Gesichter wie ich sie sehe.
Noch sind nicht alle gemalt, aber sie sind im Kopf,
in meinem Kopf fertig gearbeitet.
Alle im selben Farbschema,
meinem derzeitigen Farbschema
und doch alle verschieden
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
vielen Dank für die Kommentare,
vielen Dank für alles
Ulrike
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Liebe Ulrike!
Ich finde es sehr mutig,wenn jemand wie du,die ja stets betont sich noch garnicht so recht als Künstlerin zu definieren,mit einer Arbeit in die Öffentlichkeit geht.Dafür mein tiefer Respekt.
Reden wir über die Arbeit.Sicher weisst du selbst,dass da durchaus noch handwerkliche Verbesserungen möglich und sinnvoll sind.Das aber spielt,nach meinem Dafürhalten,nicht die entscheidende Rolle.
Für mich funktioniert das Bild nur im Zusammenspiel mit dem Text.Dann aber funktioniert es hervorragend und nimmt mich für sich ein.
Wir können hier trefflich darüber streiten ,ob ein Bild nicht aus sich zu wirken habe.Da gehen die Meinungen sicher auseinander.Tatsache aber ist,dass es durchaus gebräuchlich ist Text und Bild zu kombinieren und das sehe ich in deiner Arbeit gelungen umgesetzt.
MICHELE
michele - 27. Mai 2009 um 10:16 Uhr
die spur des bildes finde ich hervorragend gelegt.
die interpretation für das erfassen deiner dich umgebenden umwelt -
hier, der mensch - ist gelungen.
ja, die technik…besser die grundlagen können vertieft werden, obwohl ich mir da wenig anmaßen will, aber auch her meine eigene erfahrung und der drang sich zu verbessern.
inhaltlich, stilistisch, emotional, in der ausdrucksART uns so weiter.
michele… du schreibst wie mein prof aus der studiumszeit.
die basis ist das handwerk.
aber ja, das ist eine wichtige spur, ohne frage.
sie hilft, nicht nur die technik betreffend.
verschiedene techniken zu erfassen, erlernen, auszuprobieren, zu reflektieren, sie für sich umzusetzen und so weiter.
es ist auch so, dass immer neue mängel erscheinen.
je mehr ich mach, um so mehr hinterfrag ich.
aber nicht aus unsicherheit, ist wohl der weg.
jaja, die spirale, gell?
immer mal üben, das gibt neben dem handwerklichen
auch neue impulse
der weg zur stilistischen, persönlichen freiheit
zum experimentieren mit bezug zum altbewährten.
liebe grüße
von dern noch lernfähigen martina,
die
zwischen größenwahn
und minderwertigkeitskomplexen
umhermalt…
aber das ist MEIN weg und jeder wird einen eigenen finden.
mARTina - 27. Mai 2009 um 11:45 Uhr
Liebe mARTina,könntest du mich bitte bei den diversen Kunsthochschulen als Professor vorschlagen,damit wäre zumindest mein Alter abgesichert;)!
Und ja und ja und ja: das Handwerk ist wichtig!
…aber Handwerk allein ist nichts!
Handwerk ohne Inhalt nervt mich in jeder Form.Unsere Welt lebt von den Inhalten ,bzw.sie leidet unter ihrem Fehlen.
Ulrike hat uns Inhalt gegeben und sie hat diesem Inhalt Form verschafft,eine ansehbare und beachtenswerte Form.
michele - 27. Mai 2009 um 12:19 Uhr
handwerk als basis, mann.
und ulrikes werke sind ausdrucksstark.
dieses hier finde ich sehr, sehr treffend.
ich selber bin froh über tipps, wie ich emotionaltät ausdrücken kann.
shit… vielleicht bin ich zu rational.
aber ich arbeite daran..
und ich lerne von euch.
und wir lernen voneinander
und ich vergesse nicht, die tips, die für mich wichtig waren
und gebe sie weiter
unbefangen, michele
UNBEFANGEN
mARTina - 27. Mai 2009 um 12:36 Uhr
Hallöchen ihr Lieben,
und ich sach noch:
viiiiiiiiiiielen herzlcihen Dank
für die ehrlichen Antworten.
Spursuche hat mich dazu gebracht
mal meine Spur zu suchen,
in Worte zu fassen,
zu lernen,
genauer zu gucken,
genauer zu fragen,
genauer zu hören
und
zu lernen,
zu lernen,
zu lernen.
……und komisch,
ich habe immer zu meinen Bildern etwas geschrieben
meine Gedanken,
warum
wieso
weshalb.
Ich dachte das wäre wichtig.
Kamen Menschen,
Leute die meinten
sie wüßten alles ganz genau,
hab meine Texte eingefroren.
Nun sind sie wieder da
in grau
in rot
in bunt.
Ich freue mich dabei sein zu dürfen.
Ich freue mich aufgenommen worden zu sein.
Ich freue mich, weil ich mich freuen darf.
Obwohl eigentlich….
nein, das gehört hier nicht her
und ich bleibe beim mich freuen
beim dazu lernen
und die Sinne schärfen
für das wichtige
für das wichtige
im Kollektiv
und auch
allein
Vielen Dank
Ulrike
UlrikeSSK - 27. Mai 2009 um 14:44 Uhr
Hi Ulrike,
ich bin ganz offen, wir haben das von Anfang an geklärt, daß wir nett miteinander sein wollen, aber auch ehrlich.
Ich schätze Dich sehr, mit Deinen Kommentaren, Deinen Reflektionen. Du gibst für viele Dinge wirklich wertvolle Anregungen und Analysen
Aber das Bild…….es ist es noch nicht wirklich
Die Frage, die sich mir stellt…. ist das wirklich das Feld, in dem Du arbeiten willst. Ich glaube, daß Du hier bei spursuche für uns an ganz anderer Stelle sehr wertvoll sein kannst.
Ich hoffe, mein Kommentar ist für Dich okay.
Michael Strogies - 27. Mai 2009 um 23:25 Uhr
Hallöchen Michael,
ich kenne viele nette Leute, aber mögen tue ich die ehrlichen UND netten.
Ich freue mich über deinen Kommentar, genauso wie über die anderen, jeder aus einem anderen Blickwinkel………von Profis eben.
Nur daran kann man wachsen, seinen Weg gehen, seine Spur finden.
….und zu Spursuche selber:
da fällt mir doch glatt ein Vergleich mit einer Lokomotive ein:
keine Lok dieser Welt kommt mit 10 Lokführern in Gang, nein dazu braucht es einen Lokführer, einen Co, einen Elektriker, Muttern, Schrauben ……. und jeder ist nötig auf seinem Posten mit der selben Hingabe und dem selben Respekt, mit pos und neg Kritik am Tun, Kritik die ehrlich und konstruktiv ist…….
…..mit dem Ziel am Ziel anzukommen …….. miteinander…………und lernen jeder von jedem, denn keiner ist in der Gemeinschaft vollkommen und lernt täglich dazu.
In diesem Sinne
lernende und kreative Grüße
Ulrike
UlrikeSSK - 28. Mai 2009 um 08:33 Uhr
hallo Ulrike
die Technik in der Du Dein Bild gemalt hast beherrscht Du etwas weniger als die Spracheim dazugehörigen Text, aber wie michele schon schrieb, beides gemeinsam spricht auch mich an und überzeugt mich. Vielen Dank für diesen Blick.
hallo michele…
ich muß leider einmal wiedersprechen bzw. ergänzen.
Du schreibst ” Das Handwerk alleine ist nichts ”
dies gilt doch nur in bezug auf künstlerische Aussage ?! gelle
Denn Handwerk alleine ist wohl sehr viel, jedoch keinesfalls Kunst.
Für die Kunst ist es schon wichtig das jenes Medium in dem es sich ausdrückt auch beherrscht wird.
Ein Schriftsteller der nicht schreiben kann, was wäre der ?
Rainer - 25. Juli 2009 um 13:13 Uhr
ja rainer das kann so ungefähr stimmen
aber so ist es nicht mir den frauen
sie bekommen ausdruck, auch wenn man sie nicht beherrscht..
das ist auch ne kunst
mARTina - 10. August 2009 um 21:38 Uhr
Ist schon richtig Rainer.Ich hatte das ausschliesslich auf die bildende Kunst gemünzt.Ich hasse es wenn mein Heizungsmonteur kreativ ist und auch noch eine völlig überteuerte Aussage in seine Arbeit legt.
@mARTina
Ganz zu schweigen von dem Ausdruck den sie bekommen wenn sie die Beherrschung verlieren.
michele - 12. August 2009 um 17:38 Uhr
…. im Begriff *beherrschen* lungert schon das männliche..martina
Rainer - 19. August 2009 um 13:50 Uhr
Hallöchen liebe Leute,
bin hier mal wieder vorbei gekommen und bin ganz erstaunt was hier so alles steht.
Auf jeden Fall vielen Dank für eure Gedanken, ich habe sehr davon profitiert ……………..und beherrschen, wer kann schon von sich sagen, dass er etwas komplett beherrscht? Gibt es nicht doch immer wieder Dinge, die wir nicht wissen auch wenn wir Profi sind
Kreative Grüße
Ulrike
UlrikeSSK - 10. September 2009 um 23:43 Uhr