COLOURS:RED in Bad Honnef

COLOURS:RED

 

Auf Einladung der Fördergemeinschaft junge Kunst e.V.

(http://www.netzwerkjungekunst.de) habe ich mich am diesjährigen Sommersalon im ARTIUM Kunstsalon, Hauptstr.25, Bad Honnef, mit dem Titel COLOURS:RED beteiligt.

während der Performance

während der Performance

 

 

 

Am vergangenen Freitag fand die Eröffnungsveranstaltung statt und darüber möchte ich einen kleinen Bericht abgeben.

Ulrique und ich sind schon morgens nach dem Frühstück los und um die A1 und andere Blödbahnen zu meiden, “über die Dörfer“(wörtlich zu nehmen;) nach Bad Honnef gefahren. Aus „gefahren“ wurde natürlich schon bald „verfahren“ und so haben wir für 110 km gute 3 Stunden gebraucht. Aber landschaftlich war es unübertrefflich!

Nachdem wir im „Gästehaus Haag“ , unweit des Veranstaltungsorts, in einer umgebauten Garage eingecheckt hatten, blieb Zeit für einen Stadtrundgang in Bad Honnef, mit einem Besuch im empfehlenswerten „Cafe Nottebaum“, einem kleinen Mittagsimbiss und einem klitzekleinen Glas Wein ;)(wir waren ja schließlich am Rhein).

Vor der Veranstaltung blieb noch ausreichend Zeit für ein Schläfchen und die, in unserem Alter unumgänglichen Restaurierungsarbeiten. Dabei stellte der geneigte Künstler allerdings fest, dass er ein völlig unmögliches, untragbares Hemd für den Abend ausgesucht hatte. Dies führte zu einer eiligen Kaufaktion  bei einem ortsansässigen Herrenausstatter und endete mit dem Erwerb eines nicht wirklich billigen Leinenhemd – Lindgrün…also eher komplementär zum Thema ;).

Pünktlich um 19.00 Uhr wurde dann die Veranstaltung eröffnet. Ein ziemlicher Menschenauftrieb und um den Ort des Geschehens waren auffällig viele Cabrios der Firmen Porsche u.a. geparkt. Ich möchte allerdings vorwegnehmen, dass dies leider kein Indiz für Kaufbereitschaft war. Warten wir mal ab. COLOURS:RED läuft noch bis zum 4.Oktober und endet dann mit einer großen Finissage.

Die Veranstaltung als solches war ein Knaller.

Blick auf meine Arbeit

Blick auf meine Arbeit

 

 

Künstler, wie Gäste, wurden mit ausgesuchter Höflichkeit begrüßt, betreut und bewirtet. Die Arbeiten der 19 Teilnehmer wurden aufs beste präsentiert, selbst die Ausleuchtung war absolut perfekt. Ich wünschte mir so etwas wäre der ganz normale Standard, aber…….

Mit Künstlern ist das ja so eine Sache;). Die einen sind kommunikativ, die anderen eher schüchtern und dann gibt es auch noch die arroganten. Letztere waren in der Minderheit, fielen aber daher auch stark auf.

Ich habe sehr schnell zwei Kollegen kennengelernt, mit denen ich dann am gesamten Abend einen erstaunlichen Meinungsaustausch hatte. Es war soooo geil miteinander zu reden und zu spüren, dass der andere schlichtweg sofort kapiert was man meint.

Die beiden Herren waren Thomas Autering (http://www.autering.com) und Carsten Baums (http://www.carsten). Insbesondere die zeichnerischen Werke von Thomas Autering haben es mir angetan. Der Hammer! Ich empfehle dringend den Besuch seiner Webside. Neben dem fachlichen Austausch, war die Vergleichbarkeit der Lebensbedingungen und –erfahrungen höchst interessant für mich.-baums.de

Mit den anderen Kollegen gab es nur wenig Kontakt, also nicht mehr als die höfliche Vorstellung und ein freundliches Lächeln – wenn überhaupt.

Was mich aber, in der Tat, deutlich stärker irritiert hat, war der Mangel an Kontakt zum Publikum. Obwohl alle Künstler durch farblich hervorgehobene Namensschildchen erkennbar waren, gab es nur sehr, sehr wenige Anfragen und Gespräche. Dies war nicht allein mein Eindruck. Die Gäste blieben in ihren Zirkeln und die Künstler in den ihren oder gar eher allein und abseits. Merkwürdig das Ganze und mir unverständlich und nicht nachvollziehbar.

Ein Punkt könnte sein, dass der ganze Event durch eine Performance, meiner Meinung nach, “zerrissen“ wurde. Zur Darbietung selbst kann und will ich nichts sagen, da ich, aufgrund der Menschenmenge gar nicht zum Ort des Geschehens durchdringen konnte. Der akustische Part der Opernsängerin Ulla Gmeiner (http://telaire.blogspot.com) war allerdings großartig.

Die Performance war dreiteilig mit längeren Pausen zwischen den einzelnen Sequenzen , was, wie gesagt, den Abend für mich deutlich gestört hat, da das Publikum ständig irgendwie auf dem Weg zur Performance oder von ihr zurück war.

Ob das der entscheidende Punkt war? Keine Ahnung. Mag auch sein, dass z.B. eine fachsimpelnde Gruppe dreier Künstler nicht wirklich zu Kontaktaufnahme animiert;).

Alles in Allem, aber habe ich an diesem Abend viel Neues gelernt und die Veranstaltung war absolut gelungen. Insbesondere den Hauptorganisatoren Ingo Maas und Alexandra Wendorf M.A. gilt mein aufrichtiger Dank für ihre bemerkenswerte und engagierte Arbeit. Ich möchte aber auch nicht versäumen auf all die hilfreichen Geister hinzuweisen, die für den Getränkenachschub, das Essen und all die anderen so notwendigen „Kleinigkeiten“ gesorgt haben. Ein fabelhaftes Team, das allen seinen Ansprüchen auch wirklich gerecht werden konnte.

 Sofern man mich dazu einlädt werde ich auch in den folgenden Jahren gerne wieder mit dabei seinJ.

 Ach, ich sollte nicht vergessen, zu berichten, dass das Finale des Abends „vom Himmel hoch“ bestritten wurde, mit einem beeindruckenden Gewitter über dem nahen DrachenfelsJ,das Künstler und Gäste dann doch noch, in kürzester Zeit „unter ein Dach“ brachte.

 MICHELE

9 Antworten zu “COLOURS:RED in Bad Honnef”

  1. Michele, das hört sich spannend an. Danke für Deine Schilderung.

    Keep hapiness attack!

    Petra - 28. Juni 2009 um 13:19 Uhr

  2. Hallöchen Michele,
    wirklich ein schöner Bericht………………….und die Autofahrt :-)
    Im Sep letzten Jahres sind wir umgezogen. Dafür habe ich mich breitschlagen lassen uns endlich einmal eine Couchgarnitur zu kaufen, die erste in meinem Leben. Ich freute mich, dass wir uns endlich geeinigt hatten, dass geht immer am Besten, wenn mein Mann auf Dienstreise ist ;-) und es sollte ans bezahlen gehen.
    An der Kasse meinte dann der Verkäufer zu mir, dass ich mir nun etwas aussuchen könne, weil ich zum Preis von xy etwas gekauft habe. Es waren fast alles Dinge, die ich bereits in irgendeiner Form hatte oder nicht brauchte. Nur eines interessierte mich, obwohl ich es irgendwie nie haben wollte: ein Navi, wofür ich mich dann auch entschied.
    Was ich vorher glaubte niemals zu benötigen beschert mir nun fast täglich eine absolut entspannte Autofahrt.
    Es gibt
    kein hantieren mehr mit dem Falkplan auf dem Lenkrad, während die schönsten Umgebungen an mir vorbei fliegen,
    keine Schweißausbrüche mehr, weil ich den Plan nicht schnell genug gelesen habe,
    kein Rückwärtsfahren mehr in Einbahnstraßen, weil ich falsch abgebogen bin,
    keine Unpünktlichkeiten mehr wegen Umwegen, weil die Karte falsch herum lag,
    kein Streit mehr mit meinem Mann im Auto, weil er absolut keine Karte lesen kann uvm.
    Mittlerweile liebe ich mein Navi und weiß gar nicht mehr wie es vorher ohne ging. Ich habe ihr zwar den Ton abgedreht, aber auf Blickkontakt verstehen wir uns bestens.
    ……..und mit den Klamöttis……..ich dachte das geht nur Frauen so ;-)
    Zur Ausstellung selber:
    Schade dass der Kontakt zum Publikum nicht so der Renner war. Gründe dafür gibt es wahrscheinlich reichlich,
    die zu ergründen eher schwierig, also bleibt das was war:
    eine tolle Vernissage mit intensiven Gesprächen unter Künstlern.
    Sollte wohl so sein und wird auch sein Gutes haben.
    Ob letztendlich etwas verkauft wird stellt sich wahrscheinlich erst bei der Finissage heraus.
    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei :-)
    Sonnige Grüße und vielen Dank das wir trotz großer Entfernung an deiner Vernissage teilhaben durften 
    Ulrike

    UlrikeSSK - 28. Juni 2009 um 17:00 Uhr

  3. Hallo Michele,
    danke für die Verlinkung und das Kompliment :-) LG, Ulla

    Ulla - 29. Juni 2009 um 01:56 Uhr

  4. Gern geschehen und ernst gemeint:),liebe Ulla.Schön ,dass du den weg in die SPURSUCHE gefunden und uns einen Kommentar hinterlassen hast.

    Leider ist mir die Verlinkung nicht in allen Fällen gelungen.Keine Ahnung wieso das so ist.Ich bin nunmal Computerlegastheniker.
    Vielleicht kann der grosse Administrator da noch was retten:)!
    Ich bitte darum.

    michele - 29. Juni 2009 um 12:01 Uhr

  5. Michele… nochmals auch hier lieben Dank für Deinen tollen Bericht …
    nein nein, zu den drei Stunden sag ich nichts mehr … :-) Der eine Link geht überdies nicht, da Du einen langen Bindestrich verwendest … mach nen kurzen regulären draus und es sollte klappen …
    Ich hab zwar keine Ahnung wo Bad Honnef überhaupt ist, aber
    vielleicht führen mich meine Wege da vielleicht ja noch hin diesen
    Sommer in Dland. Wer weiss, wer weiss …

    Liebe Grüsse und Shalom,

    Yehudis

    Yehudis - 29. Juni 2009 um 22:01 Uhr

  6. So.Links instandgesetzt.Ich lerne doch täglich dazu;).

    michele - 30. Juni 2009 um 19:00 Uhr

  7. Hey Michele,

    Du hast doch sicher ein Foto von der Arbeit. Willst Du sie nicht mal hier im Blog online stellen, für alle, die es nicht nach Bad Honnef schaffen.

    LG

    Cornelius - 6. Juli 2009 um 12:41 Uhr

  8. Wie jetzt?Du warst noch nicht in Bad Honnef?Schäm Dich ;)!
    Dann werde ich mal schauen was ich da machen kann.Das wird aber etwas dauern.Bleibt also noch Zeit persönlich in Bad Honnef vorbeizuschauen.
    Michele

    michele - 6. Juli 2009 um 13:01 Uhr

  9. Sorry:(.Manchmal hat man(n) ausgesprochen viel Alltag.Und nicht immer klappt das was man(n) eigentlich machen möchte.
    Deshalb zur Überbrückung (bis “es” klappt) hier der Link zum Bild:
    http://feedu.de/files/7640384.jpg
    a presto
    michele

    michele - 10. Juli 2009 um 09:45 Uhr

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