Kunstspur am 29. und 30. 8. 2009
Mit der Aussage, „Um Kunst zu machen braucht man kein Könner zu sein“, muss man genauso vorsichtig sein, wie mit der Aussage „Kunst kommt von Können!“ Wehrend letzteres nur auf handwerkliche Fähigkeit abhebt, wird das zuerst genannte häufig als Ausrede von Unvermögenden benutzt.
Sicher ist zunächst, das kann es bei jedem sein, ein Initial zur Ausführung eines Werkes vorhanden, wenn ich als Schaffender aber nicht in der Lage bin die Spur (das Werk) so aufzuladen, dass auch von ihm Initiale ausgehen, ist der Prozess Kunst nicht vollständig durchschritten.
Selbst wenn jemand sagt ich habe eine Idee im Kopf ist fest zu halten, um etwas in den Kopf zu bekommen, muss eine Initialhandlung stattgefunden haben, dies kann auch unbewusst und lange Zeit zuvor geschehen sein. Aus diesem Initial heraus erschafft man dann Geräusche, Bilder, Texte, Bewegungen… . Wenn diese dann aber nicht so gestaltet sind das Dritte wiederum Initial beeinflusst werden, ist der Prozess an der Stelle des Erschaffens abgebrochen und somit der Prozess Kunst nicht endgültig durchschritten.
Wenn Joseph Beuys, ausgehend von der damaligen noch stärker verbreiteten Bereitschaft sich auf Kunst einzulassen und sich von den von ihr ausgehenden Impulsen geistig zu nähren formuliert „Jeder Mensch ist ein Künstler. Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt… Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.“ geht er nur vom Schaffenden und nicht vom Rezipienten aus. Genau aber das ist die Schwierigkeit, beide „Aufgaben“ müssen formuliert sein, neben der des Künstlers auch die des Rezipienten und beide bedingen sich auch. Nur wenn beide Prozesse, der Schaffenprozess und der rezipierende Prozess durchschritten werden kann man von Kunst reden. Die Qualität orientiert sich dann an der Intensität, die in den Prozessteilen ausgelöst wird.
So einfach und doch so schwer ist es der Kunst auf die Spur zu kommen und genau diese Prozessteile verständlich zu machen, dafür sind am 29.8. von 15:00 bis 19:00 Uhr Michele und am 30.8.2009 von 11:00 bis 18:00 Uhr Michele und ich wäred der Wittener Tage des offenen Ateliers in der Schützenstr. 53 in Witten für Sie da. Wir freuen uns riesig Ihnen Kunst und die Gruppe Spursuche näher zu bringen, schauen Sie vorbei.
Cornelius
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Mein aufrichtiger Dank an alle Beteiligten.Es war ein anstrengendes,aber wunderbares Wochenende für mich.
Presse vom 31.Aug.2009:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/witten.html
Michele
michele - 1. September 2009 um 12:56 Uhr
Hier der direkte Link zum Artikel:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/witten/2009/8/31/news-131262911/detail.html
michele - 1. September 2009 um 13:01 Uhr