10 Jahre BAHNHOFSTRASSE
Soeben ist mir bewusst geworden,dass ich heute ein Jubiläum begehen könnte.
Allerdings erscheint mir ein 9.November als Feiertag in Deutschland absolut ungeeignet.
10 Jahre Bildzyklus “Bahnhofstrasse”….
http://www.paulart.de/bahnhofstrasse/
…kein Grund zum feiern….für mich nicht und für Deutschland auch nicht….
Seid 8 Uhr läuft mein Fernseher.Seid 8 Uhr “20 Jahre Mauerfall”.Seid 8 Uhr KEIN WORT zu 71 Jahren “Kristallnacht”.
Wir sind ein Volk…
Bitte warten ...
Wir sind, vielleicht, ein Volk!
oder auch
Wir sind vielleicht ein Volk!
Cornelius - 9. November 2009 um 17:13 Uhr
Vielleicht werden wir ja noch ein Volk…aber wozu soll das gut sein?
Mir ist,und war,die Vereinigung Europas und eine Selbstdefinition als Europäer immer wichtiger.In diesem Bestreben sehe ich leider kein Vorankommen in den letzten zwei Jahrzehnten,eher Rückschritte.
michele - 9. November 2009 um 18:20 Uhr
Danke für die Erinnerung.
Tatsächlich hatte ich den Termin auch nicht präsent.
Ich will nicht leugnen, daß die Berichte über den Mauerfall mir auch immer wieder unter die Haut gehen. Es ist großartig, daß etwas so grosses so friedlich über die Bühne gehen konnte.
Allerdings Begriffe wie “Ein Volk”………
Ich kann damit gar nichts anfangen. Auch mit diesem künstlich gepushten “Wir”-Gefühl.
Wer Wir?
Ich bin für Gerechtigkeit, und denke, es ist richtig, daß sich der Westen nach wie vor um den Osten kümmert, damit einfach Arbeitslosigkeit gleich verteilt ist. Ich wünsche mir Chancengleichheit.
Aber das wünsche ich den neuen Bundesländern genau so, wie ich es jedem anderen Land auch wünsche. Weil nur so ein friedliches Miteinander welweit eine Chance hat.
Michael Strogies - 10. November 2009 um 15:35 Uhr
Michael?
Ich nehme jetzt mal an, dass du die Gleichverteilung der Arbeitslosigkeit in Ost und West NICHT für den Ausdruck von Gerechtigkeit hälst ?
Un d es sich um einen Schreib-oder Ausdrucksfehler handelt ;)!
Ich bin nicht der Meinung,dass sich der Westen um den Osten “kümmern” sollte.Ersten klingt das verdammt arrogant und zweitens
sollte es so sein,dass es Aufgabe ist sich um alle Benachteiligten,in allen Regionen der Republik zu bemühen und für allgemeine Chancengleichheit Sorge zu tragen…und das dann,bei genauerer Betrachtung,über Deutschland hinaus.
michele - 11. November 2009 um 11:08 Uhr
Hallo Michele,
nein, das war kein Schreibfehler. Und ich bin mir in dem Punkt sogar mal der Meinung unserer Bundeskanzlerin, daß die deutsche Einheit noch nicht vollzogen ist. Tatsächlich ist die Arbeitslosigkeit höher. Und tatsächlich veraltern ganze Landstriche, weil junge Leute die Städte verlassen.
Es hat auch überhaupt nichts mit Arroganz zu tun. Es hat einfach etwas mit Entwicklungen zu tun, die sich nicht aus dem kapitalistischen System heraus alleine regeln. Sondern wo noch immer bewußt politisch eingegriffen werden muß.
Michael Strogies - 11. November 2009 um 16:34 Uhr
Dann müssen wir wohl damit leben, in diesem Punkt unterschiedlicher Meinung zu sein.
michele - 11. November 2009 um 17:51 Uhr
Das Thema ist sicherlich komplexer als es sich hier in zwei Sätzen beschreiben läßt, zumal es hier auch gar nicht hin gehört
Michael Strogies - 11. November 2009 um 20:28 Uhr
Alles gehört überall hin - wenn es nur wichtig genug ist ;)!
Alles gehört überall hin - wenn es nur Kunst ist :)!
michele - 12. November 2009 um 10:37 Uhr