Bahnhofstrasse, Synonym für Verfolgung
Alles solange vorbei, wer fragt da noch?
Dieser Frage stellten sich die drei deutschen Künstler der Kunstgruppe „Spursuche“ und machten sie zu ihrem Thema, Synonym für Verfolgung, die Ausstellung „Bahnhofstrasse“.
Text Nel Kerkman
„Bahnhofstrasse“, so heisst die Hauptstrasse der deutschen Stadt Witten und sie steht im Zentrum der Ausstellung. Die Arbeiten handeln überwiegend von Menschen die in dieser Strasse gelebt haben. Deutsche die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft, zwischen 1933 und 1945, verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Die ausgestellten Kunstcollagen bestehen nicht allein aus Ölfarbe, sondern auch aus Gips, Glas, Baudraht und Lack. Einige sind „Verkratzt“ um den Eindruck der Verstörung zu unterstreichen.
Die „Bahnhofstrasse“ ist einmalig zu sehen gewesen, 1999 in der Rathausgalerie Witten.
Bahnhofstrasse
Michael Weber,1958 in Bochum geboren, seit 1994 wohnhaft in Witten. Die Ausstellung „Bahnhofstrasse“ ist ein Projekt, das ein Bild von der Verfolgung und Ermordung der Juden geben soll, nicht allein in den Niederlanden, sondern auch in Deutschland, in seiner Stadt Witten.
„Ein schweres Thema, das viel Stoff zum nachdenken.“
Neda
Michael Strogies, 1959 in Düsseldorf geboren, arbeitete als Animator und Illustrator in der Werbebranche. Angeregt durch den gefilmten Tod der iranischen Demonstrantin, Neda Salehi
Agha Soltan in Teheran arbeitete er die Bildserie „Her name was Neda“. Eine neue Version wird zu sehen sein.
Der Kreuzweg
Cornelius Rinne, 1955 in Hannover geboren, liess sich durch die Geschichte der Verfolgung inspirieren. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht der Leidensweg Christi, den er eigens für Zandvoort gemalt hat.
Die Ausstellung ist vom 9.April bis zum 28.Mai im Museum Zandvoort zu sehen.
Am 5.Mai (Befreiungstag von der deutschen Besetzung /Anm. des Übersetzers) wird Michael Weber, von 11-16 Uhr, persönlich anwesend sein, um über seine sehr besondere Ausstellung und seine emotionale Bindung zu Zandvoort Auskunft zu geben.