Was braucht bildende Kunst?
Gestern habe ich bei XING als Statusmeldung geschrieben: “Bildende Kunst braucht Artefakte, da sie sonst ihren Sinn verliert und zur Philosophie verkommt!” Prompt bekam ich persönliche Nachrichten, dass man so etwas heute nicht mehr sagen könne. Nun will ich nicht behaupten, dass jeder als Artefakt bezeichneter Gegenstand auch die Spur eines Kunstprozesses darstellt, aber wenn ein Kunstprozess keine Spur hinterlässt ist er als solcher nicht abgeschlossen und somit auch nicht als solcher zu sehen.
Ich gehe sogar soweit, zu behaupten Performance ist nicht bildende sondern darstellende Kunst, denn die Dokumentation (Spur) wird meist von dritten und somit selbständig künstlerisch tätigen Menschen angefertigt, die ihren eigenen, durch die Performance angeregten, Prozess durchlaufen. Das bedeutet, das wir erkennen müssen, dass diese Dokumentation nicht Teil des ersten Prozesses ist.
Hieraus resultiert dann auch, dass das Urheberrecht an dem 2. Prozess bei dessen Schöpfer liegt, da der Performancekünstler nur als Initialgeber tätig wurde. Anders ist es natürlich wenn der Performancekünstler auch als Regisseure für die Dokumentation tätig ist. Dann aber handelt es sich wieder nicht direkt um bildende Kunst sondern um eine Spielart der darstellenden Kunst, wie es ja auch beim Film der Fall ist.
Sei es wie es sei, in jedem Fall ist von Kunst zu sprechen, da Spuren, auch wenn sie flüchtig seien sollten, hinterlassen werden, die Ergebniss eines Denk-und Kreationsprozesses sind.


Nach dem Tod des Künstlers Alfred Hrdlicka herrscht tiefe Trauer. “Österreich verliert eine große Künstlerpersönlichkeit”, würdigte Bundespräsident Heinz Fischer den Bildhauer.

Hrdlickas “Mahnmal gegen Krieg und Faschismus” wurde am 24. November 1988 enthüllt. Dem Kunstwerk war ein jahrelanger Streit vorangegangen.


Im Mai wurde eine Skulptur der 1998 seliggesprochenen Ordensfrau Restituta Kafka in der Barbarakapelle des Stephansdoms enthüllt. Dompfarrer Toni Faber bezeichnete das Kunstwerk als ein “starkes Mahnmal gegen den NS-Terror”.



