Januar
13

Gestern habe ich bei XING als Statusmeldung geschrieben: “Bildende Kunst braucht Artefakte, da sie sonst ihren Sinn verliert und zur Philosophie verkommt!” Prompt bekam ich persönliche Nachrichten, dass man so etwas heute nicht mehr sagen könne. Nun will ich nicht behaupten, dass jeder als Artefakt bezeichneter Gegenstand auch die Spur eines Kunstprozesses darstellt, aber wenn ein Kunstprozess keine Spur hinterlässt ist er als solcher nicht abgeschlossen und somit auch nicht als solcher zu sehen.

Ich gehe sogar soweit, zu behaupten Performance ist nicht bildende sondern darstellende Kunst, denn die Dokumentation (Spur) wird meist von dritten und somit selbständig künstlerisch tätigen Menschen angefertigt, die ihren eigenen, durch die Performance angeregten, Prozess durchlaufen. Das bedeutet, das wir erkennen müssen, dass diese Dokumentation nicht Teil des ersten Prozesses ist.

Hieraus resultiert dann auch, dass das Urheberrecht an dem 2. Prozess bei dessen Schöpfer liegt, da der Performancekünstler nur als Initialgeber tätig wurde. Anders ist es natürlich wenn der Performancekünstler auch als Regisseure für die Dokumentation tätig ist. Dann aber handelt es sich wieder nicht direkt um bildende Kunst sondern um eine Spielart der darstellenden Kunst, wie es ja auch beim Film der Fall ist.

Sei es wie es sei, in jedem Fall ist von Kunst zu sprechen, da Spuren, auch wenn sie flüchtig seien sollten, hinterlassen werden, die Ergebniss eines Denk-und Kreationsprozesses sind.

Januar
03

Die Mauer muss weg!

Die Mauer ist weg!

Die Mauer bleibt…

Im Kopf, in den Herzen.

Zu sehen aus dem Weltall wie die chinesische Mauer, der Limes, der Hadrianswall - geologisch konserviert in alle absehbare Ewigkeit. Historisch konserviert in der Geschichtsschreibung.

Die Mauer bleibt…

…wie alle Mauern an die wir uns so schön gewöhnt haben.

15 x 15 cm auf Din A4, Frottage mit Bleistift und Ölkreide.

Die Mauer bleibt

Bild 19. oder

Die Rampe, die Mauer, der Tod

Dezember
06
MENSCHEN
Alfred Hrdlicka 81-jährig gestorben
Alfred Hrdlicka ist tot. Der Künstler starb am Samstag im Alter von 81 Jahren in Wien. Heiße Diskussionen begleiteten immer wieder die Aufstellung seiner Skulpturen im öffentlichen Raum.
APA/HRDLICKA/SAMMLUNG WUERTH)

Seine Arbeiten zur Französischen Revolution zählen zu den wichtigsten Werken.
“Uraltstalinist” statt “Turteltaube”
Leidende und geschundene Menschen stehen im Mittelpunkt der Zyklen von Hrdlicka. “Alle Kunst kommt vom Fleisch”, lautet dabei ein immer wieder zitiertes Diktum von ihm. Zu den bekanntesten und eindrucksvollsten Werken               Hrdlickas zählen seine Arbeiten zur Französischen Revolution, zu Pier Paolo Pasolini und zu Franz Schubert.

Hrdlicka soll zwar “Turteltaube” heißen, doch als zahm und sanft erwies sich der Künstler weder in seinen Themen und der Wahl seiner Materialien noch in seinen Polemiken, mit denen sich der streitbare Realist und Kommunist in politischen Debatten zu Wort meldete.

Heiße Diskussionen begleiteten immer wieder die Aufstellung seiner Skulpturen im öffentlichen Raum, vom “Renner-Denkmal” an der Wiener Ringstraße (1967) bis zum “Mahnmal gegen Krieg und Faschismus” auf dem Albertinaplatz (1988). Seine offenen Briefe habe er im Sinne der “Lebendigkeit” des Protests stets mit “Uraltstalinist” unterschrieben.

APA/ROLAND SCHLAGER)
EPA) Von der Malerei zur Bildhauerei
Hrdlicka wurde am 27. Februar 1928 in Wien geboren. Nach Absolvierung einer Zahntechnikerlehre begann er an der Akademie der bildenden Künste zunächst Malerei zu studieren, ehe er als akademischer Maler in die Bildhauerklasse von Fritz Wotruba eintrat.

Seiner ersten Skulpturenschau 1960 in der mittlerweile abgerissenen Zedlitzhalle folgten Ausstellungen im Künstlerhaus und in der Galerie Welz in Salzburg. 1964 war er Vertreter Österreichs bei der Biennale in Venedig. Es folgten zahlreiche internationale Ausstellungen. In Stuttgart, Hamburg, Berlin und Wien war er zudem als Hochschullehrer tätig.

Bedeutende Bühnenbilder
Als Bühnenbildner arbeitete Hrdlicka u. a. in Bonn (”Faust” I und II, 1982) und Stuttgart (”Intolleranza”, 1992). Im Jahr 2001 stattete er Christine Mielitz’ Inszenierung des “Ring des Nibelungen” in Meiningen aus.

Weiters zeichnete er für die Ausstattung der Salzburger Festspielproduktion von Zemlinskys “Der König Kandaules” verantwortlich. 2006 wurde in Bonn eine von Hrdlicka gestaltete Plastik des Komponisten Robert Schumann enthüllt.

APA/Barbara Gindl)
Dommuseum/Hrdlicka)

“Wie besoffen von der Bibel”.
Aufregung um Ausstellung im Dommuseum
“Religion, Fleisch und Macht”, unter diesem Titel stellte Hrdlicka seine umstrittenen religiösen Werke im Frühjahr 2008 im Dommuseum aus. “Ich war wie besoffen von der Bibel”, blickte er auf seine ersten religiösen Arbeiten Ende der 40er Jahre zurück. “Sie ist spannend wie ein Kriminalroman und literarisch unerreicht.”

Für Aufregung sorgte allerdings ein Bild der Ausstellung. Kardinal Christoph Schönborn bedauerte, dass es Menschen in ihrem Glauben verletzte und ließ es entfernen.

dpa/A2931 Bernd Weißbrod) “Lieber Proletarier als Avantgardist”
Hrdlicka selbst litt zuletzt unter seinem “bedenklichen Zustand”, wie er selbst sagte. Er könne er nicht mehr eigenhändig an Skulpturen arbeiten, er habe sich “zu Tode geschunden”. Jede seiner dreidimensionalen Arbeiten habe er selbst gemacht. Das habe sich vor allem auf seine Wirbelsäule ausgewirkt.

“Ich war geprägt von der illegalen Arbeit. Was ich mache, ist eine proletarische Arbeit. Aber ich bin lieber Proletarier als Avantgardist”, so Hrdlicka. “Ich frage mich: Von was ist jemand Avantgardist? Ich finde das an der Grenze.”

Kannte kein Warmwasser
Als Rezept gegen seine angeschlagene Gesundheit meinte er nur eines: “Eiskalt duschen ist das Beste, was es gibt. Ich kenne gar kein Warmwasser.”
Ambivalenter Blick zurück
Rückblickend auf sein Lebenswerk meinte Hrdlicka einmal, dass er nichts in dem Ausmaß verändert habe, wie er es sich gewünscht hätte. Aber “als Untergrundmensch habe ich mich sehr bewährt”. Sein Werk sei immerhin thematisiert worden, so der Künstler. “Das Wichtigste ist, dass man ins Gerede kommt.”
November
25

9 November 1989 - 3 Oktober 1990

Viele TV-Bilder von dem Abend und den Tagen werden immer wieder ausgestrahlt und geben Anregung zur Weiterverarbeitung auch bereits hier auf “spursuche”
http://www.spursuche.de/2009/11/09/spur-der-verkundigung/ und http://www.spursuche.de/2009/11/10/fallspuren/

Jeder kennt die offizielle Darstellung der politischen Geschehnisse an den Tagen vor und nach dem 9. November 1989. Viele haben aber auch persönliche Erinnerungen.
Ein Volk feiert eine friedliche Revolution und seine Representanten werden Spielball der Geschehnisse.

Doch wer sind eigentlich die wenigen Menschen, die weit ab vom politischen Parcours, in eben diesem Moment, die einzig mögliche Entscheidungen getroffen haben? Wer sorgte wirklich für den friedlichen Ausgang der Revolution? Wer verhinderte vor Ort, das es in einer Eskalation endete?

Das waren keine Politiker aus einem der Lager, die diese Entscheidnugen am grünen Tisch getroffen haben, sondern Einzelpersonen, die aus einem Wirrwarr unterschiedlicher Befehle, vorort an der Grenze, entscheiden mussten was zu tun war.

Sollten sie, wie in der Pressekonferenz ausgesagt, die Grenzen öffnen, und die Leute passieren lassen oder sollten sie, wie es ihr direkter Befehl aussagte, die unruhiger werdenden Menschenmassen zurückdrängen? So dann eine Eskalation provozieren, die wahrscheinlich eine nicht zu kalkulierende Kettenreaktion ausgelöst hätte, und womöglich alle politischen Anstrengungen innerhalb weniger Stunden zunichte gemacht hätte.

Wie wäre die Nacht geendet, hätte nur einer von ihnen die Nerven verloren und einen Warnschuss abgegeben?

Wer sind diese Menschen, die an dem Abend des 9.November die Entscheidung getroffen haben? Wir würden sie in einem Projekt gerne würdigen.

Menschen, die sich heute vielleicht ihrer Vergangenheit als ehemalige Grenzwärter schämen, die aber in die Situation gebracht worden sind, ein wichtiges Stück Geschichte entscheidend mitgeprägt zu haben.

Wir machen uns auf die Spur nach ihnen, und würden uns über Eure Mithilfe und Hinweise freuen.

Bitte hinterlaßt hier Eure Tipps, Anregungen und Informationen. Hinterlaßt eine Spur innerhalb eines Werkes, was im Nachhinein als ein Stück historischer Wahrheitsfindung dienen soll.

Das Ganze werden wir im Rahmen einer Ausstellung zum 20jährigen Jahrestag der Wiedervereinigung im Herbst 2010 ausstellen.

Be Part of it !

Michael Strogies
Michele
Cornelius

November
20

NEW YORK: Die Künstlerin Jeanne-Claude, Ehefrau des Verhüllungskünstlers Christo, ist tot. Nach Angaben ihrer Familie starb sie 74-jährig am Mittwochabend in einem New Yorker Krankenhaus an einer Gehirnblutung. Jeanne-Claude und ihr Ehemann Christo wurden durch spektakuläre Verhüllungsaktionen in gigantischen Dimensionen bekannt. 1995 verpackte das Künstlerpaar den Berliner Reichstag. Im New Yorker Central Park errichteten sie 2005 mehr als 7.500 Tore, von denen safrangelbe Stoffbahnen herabhingen.

November
18

Zur Zeit beschäftigt mich ein Artikel von Katrin Kiefer auf netzwerkPR.

Hierbei geht es um die Auswirkung des Einsatzes von Web2.0 auf die Strukturen der Organisationen, die es verwenden, bzw. die Voraussetzungen, die eine Organisation, hier die Nonprofits, aufweisen muß oder sollte, um erfolgreich und glaubwürdig  mit Web2.0 zu arbeiten.

Ich bin der Meinung , daß sich vieles davon auf die Kunst umsetzen läßt.

“Auf der anderen Seite lässt sich erkennen, dass sich die verschiedenen Social Media Kanäle häufig als “alte Kommunikation in neuen Kanälen” beschreiben lassen. So überwiegt die einseitige Informationsvermittlung oder klassische PR-Arbeit mit Verweisen auf Online-Pressemitteilungen.”

Dies ist 1 zu 1 auf die Kunst umsetzbar. Internetauftritte von Künstlern beschränken sich in erster Linie darauf, eine Art “virtuelle Gallerie” aufzubauen, auf der man besten Falls als User einen Kommentar hinterlassen kann.

Brigitte Reiser bringt es in ihrem Artikel zu dem Thema auf nonprofits-vernetzt.de sehr schön auf den Punkt:

“Häufig folgen die Web 2.0-Aktivitäten von gemeinnützigen Organisationen der Logik des Monologs: Nonprofits treten als Sender auf und verbreiten ihre Botschaft. Wie der Empfänger darauf reagiert, interessiert nicht. Insbesondere an vielen Twitteraccounts von gemeinnützigen Trägern wird diese monologische Herangehensweise an Social Media sichtbar.”

An anderer Stelle fast schon ein wenig provokativ:

“…und sie den internen und externen Akteuren zutraut, als potentielle Ressourcenquellen in Frage zu kommen. Oder anders formuliert: wenn Stakeholder nicht als bedrohlich oder vernachlässigbar wahrgenommen werden, sondern als Chance. ”

Aus meiner Sicht ist dieser Punkt weit wichtiger, als es sich auf den ersten Blick einem erschliesst. Auf die Kunst übertragen bedeutet das, daß erst, wenn die Kunst sich dem Betrachter öffnet, und ihn nicht nur als den Konsumenten der fertiggestellten Kunst sieht, sondern ihn auch aktiv in den künstlerischen Prozess eingreifen läßt, wird er Teil des Prozesses und steht nicht mehr als bloßer Konsument vor der Arbeit. Letztlich auch eine Frage der Wertschatzung des Betrachters. Sehe ich ihn als jemanden, den ich mit meiner Arbeit bereichern will, oder sehe ich ihn auch als jemanden, der mich in meinem Tun bereichern kann.

Was so selbstverständlich klingt, hat tasächlich eine sehr umfassende Neudefinition von Kunst und vor allem vom Künstler zur Folge. Es knüpft an eine für mich ohnehin noch offene Diskussion zum Thema Hobbyismus an.

Web 2.0 fordert nicht nur von Organisationen eine Neudefinition ihrer Strukturen, auch Künstler werden ihre Rolle gegenüber ihrem Publikum neu definieren müssen. Interaktivität, wie sie durch Web 2.0 gelernt wird, fordert aus der kommunikativen Einbahnstrasse einen vielbefahrenen Verkehrskontenpunkt werden zu lassen.

November
15

braun-schwarz , rot und dann gold. Acryl auf verbranntem Papier und Mullbinde 22×31 cm

 

 

Einem grossen, sauberen Bild, ein kleines dreckiges hinterher. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dem Ausdruck von Jubel ein kleine Randnotiz verpassen zu müssen.

 Ein Land, braun, dann schwarzvebrannt. Rotes Blut , die Wunden notdürftig versorgt, und dann mit ein bißchen Wirtschftswunder Gold übermalt. Hastig die Spuren der Vergangenheit verwischen.

Und nach einer Wahl fällt dem Land der Dichter und Denker tatsächlich nicht mehr ein, als das Heil im Wundermittel Wirtschaft auch weiterhin zu suchen?

November
10

Da treffen Menschen aufeinander, vermeintlich die selbe Sprache sprechend.

Wir...

Ich saß damals am 10.11.1989 schon um halb sieben vor dem Frühstücksfernsehn und war ungläubig was ich dort sah.

140 x 200 cm Acryl auf Leinwand.

November
09

Ein Grund zur Freude? Bedinungslos? An dem Datum?

Sinnbildhaft in Aktionismus verfallend kam es zu Fehlern. Immer mehr, immer intensiver. Eskalation gab es zwischen Tür und Angel im letzten Moment der Pressekonferenz am 9.11.1989 um ca. 18:00 Uhr. Ein Bildreporter fragt nach und ein einziger Satz ändert die vorgegebene Spur. Was aber haben wir daraus gelernt? Wie wurde die Gesellschaft verändert? Welche Gefühle sind uns geblieben und welche hinterließen Spuren?

9.11. Ein Datum zum Feiern?

100 x 80 cm Acryl auf Leinwand.

November
09

Soeben ist mir bewusst geworden,dass ich heute ein Jubiläum begehen könnte.
Allerdings erscheint mir ein 9.November als Feiertag in Deutschland absolut ungeeignet.
10 Jahre Bildzyklus “Bahnhofstrasse”….

http://www.paulart.de/bahnhofstrasse/

…kein Grund zum feiern….für mich nicht und für Deutschland auch nicht….

Seid 8 Uhr läuft mein Fernseher.Seid 8 Uhr “20 Jahre Mauerfall”.Seid 8 Uhr KEIN WORT zu 71 Jahren “Kristallnacht”.

Wir sind ein Volk…

tadalafil user Cialis 5 Cealis net cialis geneic cheapest cialis; Comparison Between Viagra Levitra Cealis cialis comments Lilly cialis generic cialis soft 217. Cealis Viagra Dialate Blood Vessels q cialis restrictvalue web cialis patient assistance program Cealis And Lopressor cialis generic pharmacy online cialis en ligne de pharmacie Coumadin Cealis australia viagra cialis supply cialis alternative, Cealis what is better levitra viagra cialis cialis sales comercial Viagra Cealis India taking cialis and viagra together 5 mg cialis Viagra Cealis cialis segmentation are enseignes sp cialis es, Comparing Cealis And Viagra hiv drugs and interactions with cialis